GU 11.03.2017 – 23.04.2017 – PHANTASTISCHE ZWISCHENWELTEN: K.RYN ASTL, OLIVIA WEISZ

Zwei unterschiedliche Künstlerinnen sind in dieser Ausstellung in der Galerie Unterlechner vereint. Die Themenwelten der Tirolerin K.ryn ASTL und der Wienerin Olivia WEISZ bilden die Klammer. Beide bewegen sich in ihrer PHANTASIEWELT, in einem phantastischen Raum, abgehoben von unserer Wirklichkeit.

Pasiphae IK.ryn Astl strebt in ihrer Acrylmalerei, angereichert durch Sand und Marmorstaub, vom Gegenständlichen ausgehend nach Abstraktion, verbunden mit konkreten Sujets. Themen, vor allem aus der griechischen Mythologie, wie Demeter, Ikaros, Pasiphae oder das Labyrinth in verschiedenen Ausformungen, durchziehen als roter Faden ihre Arbeiten, die Schicht für Schicht aufgebaut werden. Durch Abstraktion und Reduktion wird sodann während des Malprozesses Unwesentliches entfernt, das heißt übermalt. Die mit dieser Arbeitsweise entstehende abwechslungsreiche, fast reliefartige Oberfläche ihrer Malerei entfaltet dadurch eine für Astl charakteristische Lebhaftigkeit.

Galerie Unterlechner, Olivia Weiß, My favorite giant, 2016, MT-LW, 60x50cmOlivia Weiß vertritt dagegen eine phantastische Gegenständlichkeit in verschiedenen Medien. Ihr Bogen spannt sich über Acrylmalerei, Zeichnung und Keramik bis hin zum digitalen Art-Pigmentdruck als Unikat, wobei die Grundlage dafür meist eine ihrer farbenprächtigen Zeichnungen sind. In ihrer märchenhaften Themenwelt begegnen wir vor allem Menschen und Tiere, oft auch zueinander im Konex. Ihre Arbeiten zeigen friedfertige Riesen, Mädchen mit Wildschweinen und Vögel mit „Schneckenhäusern“. Oder Mädchen, die, enttäuscht von Liebhabern eine Vereinigung mit einem Baum vorziehen. Die Einbindung von Tieren setzt sich auch in ihrer Keramik-Serie von archaisch anmutenden Pferdeköpfen fort.

ÖFFNUNGSZEITEN: MI,DO,FR,SA von 17:00 bis 19:00 Uhr oder nach Vereinbarung- Tel: 0664-7306 4434. Einfach anrufen, komme gern!

 

GU 26.11.2016 – 18.02.2017 – NATUR & KULTUR – LANDSCHAFTEN

Die Ausstellung zeigt qualitätsvolle LANDSCHAFTSMALERIEI diverser zeitgenössischer Künstler in verschiedenen Techniken, von Öl. Acryl über Graphit, Druckgrafik bis hin zur Photographie. Das Ausstellungsthema beginnt bei reinen Naturlandschaften, vornehmlich Bergdarstellungen, setzt sich fort in Naturlandschaften, die bereits vom Menschen geprägt sind, bis hin zu Stadtlandschaften, auch mit konzentrierten Straßenszenen. galerie-unterlechner-andrea-holzinger-blick-ins-inntal-2016-oel-auf-leinwand-100x110cm

Eine Künstlerauswahl: Johannes FESSL, Eckhard FUCHS, George GROSZ, Maria HENN, Andrea HOLZINGER, Anton KRAJNC, Günter LIERSCHOF, Jürgen MAROSE, RABIE EL MESNANI, Arnulf RAINER, Clemens REICHARD, THIEZ und Paul UNTERLECHNER.

 

 

 

 

GU 18.10.2016 – 14.11.2016 – GÜNTER LIERSCHOF – DER MALER ALS VISIONÄR

Günter Lierschof widmet sich seit 2007 den Künsten des Wortes. Sie nehmen ihn in ihren Bann, er malte seitdem keine Bilder mehr. Die Galerie Unterlechner hat nun die einmalige Gelegenheit, seine letzte Bildserie aus dem Jahre 2007, die damals großteils im Kloster Fiecht ausgestellt war, zu präsentieren. Diese Serie handelt von kleinen Städten im deutschsprachigem Raum, die von Menschen aus Afrika belebt werden. 2007 konnte mit diesen Arbeiten sehr wenige etwas anfangen, doch heute hat die Wirklichkeit die damalige Vision des Künstlers eingeholt. 2015 erreichte die Flüchtlingswelle ihren Höhepunkt, die Bilder bekamen einen Realitätsbezug, den vorher niemand so vermutet hätte.galerie-unterlechner-guenter-lierschof-schwazer-african-market-2007-oel-auf-leinwand-78x98cm

Lierschofs arbeiten in Öl auf Leinwand zeigen Plätze von Kleinstädten mit Afrikanern. Einheimische erscheinen, wenn überhaupt, im Hintergrund. Im Zentrum stehen manchmal Statuen von göttlichen,afrikanischen Sängern oder von Madonnen. Vor der Schwazer Pfarrkirche drohen wilde Hunde schwebenden, alleinerziehenden Müttern, die in ihren Armen farbige Babies halten. Hirsche und Zebras tummeln sich in der Schwazer Pfarrkirche, eine Pieta zeigt eine weiße Madonna mit einem farbigen Jesus. Lierschofs afrikanische Vision von 2007 hält nun, in unserer Gegenwart Einzug in unseren Städten und auch in der christlichen Religion.

 

 

GU 01.10.2016 – 14.11.2016 – LICHTBLICKE – ZWISCHENTÖNE

Das Tiroler KUNSTKOLLEKTIV WILDWUCHS wählte sich für das Jahr 2016 als Motto LICHTBLICKE-ZWISCHENTÖNE. Das Spannungsfeld, das sich dazwischen ergibt, gilt es in künstlerischer Arbeit auszuloten. In der Galerie Unterlechner ist eine sehr beachtliche Ausstellung mit den unterschiedlichsten Arbeiten entstanden, Folgende Künstler des Kollektivs sind vertreten:

Uschi URBEIL, Nada DIETEL, Paulotti KALOTTA, Stina KRAML, Ype LIMBURG, Atie MOZAFARY-GMEINER, Werner F. RICHTER, Gerlinde RICHTER-LICHTBLAU, Erich RUPRECHTER, Stefanie RUPRECHTER und AnToniUsunterlechner. Zur Vernissage in der LANGEN NACHT DER MUSEEN fand ein spannendes, abwechslungsreiches Programm mit Musik von STINA und LOTTI, mit Pantomime von STINA, sowie Auraprojektionen, ein Drehtanz und der spektakuläre Milchstraßentanz von USCHI URBEIL statt.

Nada Dietel, the two of us, 2016, Öl auf Leinwand, 110x90cmGalerie Unterlechner, Nada Dietel, the two of us, Öl auf Leinwand, 110x90cm

Das KUNSTKOLLEKTIV WILDWUCHS versteht sich als offene Gruppe von Künstlern verschiedener Sparten, sowie Menschen, die an Neuorientierung von Lebensstrukturen arbeiten. Von Philosophen bis zu sozial und ökologisch Tätigen oder einfach bewusster denkenden und handelnden Menschen. Es geht um die Auffassung eines erweiterten Kunstbegriffs, der Kunst nicht vom Leben des Individuums trennt, sondern sich den Willen zur gesellschaftlichen Veränderung durch prozessorientiertes, kreatives Handeln zum Ziel erklärt hat. In unserer globalen Zeit eines Wertewandels kann Kunst vieles sein. Sie kann neue Denk-  und Lebensformen möglich machen und erproben.

Als Künstler wollen wir uns nicht von einem wachstums- und konsumorientierten System benutzen und ausbeuten lassen, sondern vielmehr Infragestellungen sowohl auf individueller, persönlicher, als auch auf globaler Ebene zum Thema machen und spielerische Gegenmodelle entwickeln. Uns geht es nicht mehr um Starkult von Kunst und Künstlern, sondern darum, Kunst in Lernprozesse zu integrieren. Abseits von Kunstmetropolen, in der Provinz wollen wir gegen provinzielles Denken und Handeln agieren und die Menschen ansprechen und involvieren.

Seit mehr als zehn Jahren ist das Kunstkollektiv Wildwuchs auf dieser Ebene mit jährlichen Kunstprojekten tätig. Die Mitglieder formieren sich immer wieder neu, wichtig ist die inhaltliche Ausrichtung.  Motor und Hauptorganisatoren sind Werner F. RICHTER und Gerlinde RICHTER-LICHTBLAU aus Breitenbach. Im folgenden einige Beispiele der „Wildwuchs-Symposien der anderen Art“: Von Innen nach Aussen, Junge Kunst- wohin?, Schnittstelle Spurwechsel, Wildwuchs 1+2+3 im Halltal, Babylon-Vertikale Positionen und Jahresprojekte: Zwischenstation Sehnsucht, Zwischenstation Wunder+Wunden und 2016 Lichtblicke- Zwischentöne.

 

GU 01.07.2016 – 24.09.2016 – GALERIE UNTERLECHNER GOES ABSTRACT

Nach 1945 erreichte die abstrakte Malerei ihren Höhepunkt. Sie hat bis ins 21. Jahrhundert gleiches Gewicht wie das Figurale. Es begegnen sich jedoch häufig die Wege zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit.Als Paradebeispiel sei Robert Lichtensteins Arbeit „Cow is going abstract“ genannt.Galerie Unterlechner, Max Weiler, Adventblume, 1991, Lithografie

In der Ausstellung „GALERIE UNTERLECHNER GOES ABSTRACT“ möchte ich unter anderem einige Beispiele dieser Wege zeigen. Von Berühmtheiten wie Miro oder Picasso bis zu lokalen Meistern wie Birgit Sauer oder John Crabtree. Auch Max Weiler beschritt im Laufe seines Künstlerlebens den Schritt vom Figuralem zum Abstrakten.

Galerie Unterlechner – goes abstract

  1. Juli – 12. August— 2. – 24. September

 

Abstraktion begegnet in der Kunst bereits in der frühesten Menschheitsgeschichte. Entstanden ist diese aber ausschließlich durch den Willen einer figuralen Darstellung oder durch schmückendes Beiwerk. Die Wege zum Abstrakten in der abendländischen Malerei wurden zum ersten Mal am Beginn des 20. Jahrhunderts durch Wassily Kandinsky und Kasimir Malewitsch beschritten. Nach 1945 erreichte die abstrakte Malerei ihre größte Bedeutung und ist nach der Renaissance einer neuen Gegenständlichkeit eine gleichberechtigte Ausformung der bildenden Künste. Es kreuzen sich jedoch immer wieder die Wege von Gegenständlichkeit zur Abstraktion oder umgekehrt.

In der Ausstellung „GALERIE UNTERLECHNER.GOES ABSTRACT!“ möchte ich einige Beispiele dieser Wege zur und von der Abstraktion zeigen. Von Juan Miro mit seinen auf geometrische Formen reduzierten Arbeiten bis zu abstrakten Arbeiten von Johannes Haider oder Alexander Vogels mit ganz konkreten Betitelungen. Hier seien die Arbeiten „Die Welle rollt an den Strand“ und das Triptychon „Snowflakes are dancing, Brennender Text, Schilfbrand“, oder „Mountainrange“ erwähnt.  Oder Pablo Picassos Kreidezeichnungen von der Stierkampfarena, die beinahe schon an eine Abstraktion herankommen.  Klassische Abstraktion nach Jackson Pollock zeigt uns Jean Doyle. Hans Staudacher gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der klassischen Informel-Malerei in Österreich. Frühwerke von Adolf Frohner zeigen auch die abstrakte Linie, die Gestik des Automatismus. In diese Ausrichtung der Abstraktion reiht sich auch der Tusch-Gestus eines Markus Prachensky.  Als Gegensatz dazu stellt sich die konstruktive Linie sozusagen selbst dar. Beispiele dafür sind Arbeiten von Wolfgang Seierl, Birgit Sauer und Jordi Rosés mit  Kreisen oder auch Martin Krampen mit geometrischen Formen in seinen Derivaten. Schrift in ihrer Abstraktion finden wir in verschiedenen Ausformungen bei Birgit Sauer, Johannes Haider, Carlo Pizzichini und auch bei John Crabtree mit seinen streng getrennten Bildebenen. Dazu im Gegensatz dient Maria Henn in ihrer Arbeit „The daily pain in the ass“ die Schrift zur Schilderung eines emotionalen Zustands.

Ein breites Feld bei den Abstrakten spielen auch Farben, gegenstandslose Farbflächen ohne bestimmenden Kompositionsprinzipien. In diese Richtung könnte man Georg Brandner, Siegfried Kaden, Alexander Vogels, Kurt Linter, Heinz Göbel und Maria Moser, sowie atypische Arbeiten von Kersten Thieler-Küchle und Johannes Haider reihen. Eine rein flächige Farbabstraktion finden wir bei Thomas Ritter und auch bei der Reihe „Ergon“ von Birgit Sauer. Diese Arbeiten führen zu einer weiteren Ausformung der abstrakten Malerei, die die Farbe auch als Substanz heranzieht. Farbe wird als greifbare Materie verstanden, wie eben bei Birgit Sauer, bei Johannes Haider und bei Gunter Damisch.  

Eine ganz andere Spielart der Abstraktion birgt die Decollage. Es entstehen von geklebten Plakatschichtungen Rissbilder, die bei „Quasi-Landschaften“ von Martin Krampen oder Ana Beulieu wiederum den Bogen zu figuraler Kunst spannen. Zu diesen angenäherten Landschaften kann man auch Santoni mit seinen Seelenlandschaften und am Rande auch Andrea Holzinger zählen. In die Nähe dieser Ausformung könnte man auch Arbeiten von Max Weiler reihen, wie zum Beispiel die „Adventblume“. Wobei beim späteren Weiler eine Landschaft nicht abstrahiert wird, sondern an sich eine Abstraktion ist.

 

 

GU 04.04.2016 – 19.06.2016 – Krieg-Bedrängnis, Flucht-Hoffnung

Leider dringen Tod, Zerstörung, Fremdenhass und Neid immer mehr in unseren Alltag. Die Medien entwickeln zunehmend den Erhgeiz, überall live dabei sein zu müssen. Sie bombardieren uns mit sensationslüsternen Gräuelberichten. Auch Politiker tragen das Ihre zu diesen schier aussichtslosen Situationen bei. Und mangels Rückgrat und wahltaktischen Gründen kommt es zu krassen, sich oft widersprechenden Fehlentscheidungen. Galerie Unterlechner, Krieg-Bedrängnis, Flucht-Hoffnung, Installation GU

So musste ein künstlerisches Statement zu diesem Thema in die Galerie. Viele Kunstschaffende sind in der gleichen Lage. Sie wollen, wie auch in vergangenen Zeiten, die schreienden Ungerechtigkeiten unserer jetzigen Welt aufzeigen, sichtbar machen – sei es in der Literatur oder in der bildenden Kunst. So konnte ich überraschend viele Arbeiten zu meinem Thema „KRIEG-BEDRÄNGNIS, FLUCHT-HOFFNUNG“ für diese Ausstellung finden.

Die große Herausforderung war es, diese Arbeiten nach Themengruppen zu ordnen, und damit einen Beitrag zu einer eindeutigen Verurteilung von Gewalt, Hass, Rassismus und Engstirnigkeit, sowie einen Beitrag zu einer dringenden Aufforderung für TOLERANZ, MUT, HILFSBEREITSCHAFT und OFFENHEIT zu leisten.  

.

Die Themen KRIEG und BEDRÄNGNIS mit Arbeiten von Peter KRANEBURGER (rami flieg: Fotofolge eines Vaters, der seinen Sohn vor Kugelhagel zu schützen versucht- vergeblich, am dritten Foto treffen den Sohn tödliche Schüsse) und Johannes HAIDER (kalt überdeckt) ziehen sich hinter dem „Vorhang“ der Seelenkokons von Ursula BEILER weiter zu den expressiven Schmerzbildern Wilhelm LIENTSCHERS. Er versucht mit Hilfe von Füßen und Händen Schmerz und Leid auszudrücken, während Dagmar ROOS-SELOS in einer abstrakten Stoff-Acrylarbeit Schmerz mit oranger Farbe definiert. Ursula BEILER ergänzt ihre Kokons, die für Transformation stehen, mit einem monumentalen, aus Kohle gefertigten Rosenkranz- als Symbol des gemeinsamen Totengebets. Seitlich der Stahlplatten „perforierte Lebensläufe“ von Alois SCHILD weisen im Stacheldraht verlorene Spielsachen, flankiert von einer Verschleierten und einer symbolischen Klagemauer auf die Grausamkeit des ausweglosen Palästina-Israel-Konflikts. Im Kubus zeigen Farbradierungen von Adolf FROHNER (5 Bindungen), Ziad AL ABBOs Abstraktion, Ibrahimoglu SAMATAGAs „Die Zersägten“ (Verfolgten) und „Die Gespaltene“, oder die vier Nornen Gernot Egwald EHRSAMs Ausweglosigkeit, Unterdrückung und Trauer.

Das Tema FLUCHT, TRANSFORMATION begegnet dann weiter im restlichen Hauptraum bei signifikanten Arbeiten von Simone THURNER. Schemenhafte Frauen auf der Flucht und ein Portrait eines atomar Bedrohten weisen auf Wandel und Veränderung. Überraschung bergen die neuen Malereien einer „anderen“ Andrea HOLZINGER. Sie hat sich vom für sie typischen Fotorealismus gelöst, entwickelt einen freieren Duktus. Ihre Beiträge zeigen eindrucksvoll Bedrängnis von fliehenden Einzelschicksalen, aber auch bei Schutzsuchenden, sich zusammendrängenden Menschen. Eine äußerst interessante Neuentseckung, John CRABTREE aus England, ergänzt sensibel das Thema der Ausstellung. Seine Mischtechnik-Arbeiten „boy in suitcase“, „fence“ oder „passing of our grandfathers“ beeindrucken. Unsere Unmenschlichkeit will Alois SCHILD mit seiner Flucht-Installation „Fragwürdige Lebenserfahrung“ aufzeigen. Die sich unmerklich wandelnde Harz-Skulptur von Alfons PLANER im Zentrum der Ausstellung (TaT1) steht für Transformation. Der Künstler betonte in einer Diskussion, die sich bei der Vernissage entwickelte, dass er diese Veränderung, diese Transformation,auch auf den Teil der Ausstellung über Krieg und Bedrängnis ausgedehnt haben wolle. Im angrenzenden Nebenraum suggerieren weite, ruhige Landschaften mit schemenhaften Figuren von Jürgen MAROSE endlich HOFFNUNG. Ein weißes Friedensbild mit Vogelflügeln von Maria HENN und eine Installation von leeren Rahmen weisen auf Wandel und eine noch ungewisse Hoffnung für Schutzsuchende, vielleicht auf ein besseres Leben in Freiheit.

PR-Bezirksblatt, 300316

GU 23.11.2015 – 31.03.2016 – LEISTBARE KUNST – „99 bis 999“

Galerie Unterlechner, Leistbare Kunst, Stephan Juttner, Sumo-Ringer, 2013, Litho handkoloriert, 50x65cmUnzählige Wege und Techniken wurden in der zeitgenössischen Kunst nach 1950 beschritten. Einige der Künstler gelangten zu Berühmtheit, ein größerer Teil zu Bekanntheit und Anerkennung. Aber der größte Teil der Kunstschaffenden blieb in der anonymen Unbekanntheit, teils zu Recht, aber auch teils zu Unrecht. Dieser qualitätsvollen Kunst der Zeitgenossen möchte ich die Ausstellung LEISTBARE KUNST „99 bis 999“ widmen. Die wirklich leistbaren Preise sind von € 99,- bis € 999,- eingegrenzt. In diesem Topangebot sind auch einige Berühmtheiten, wie Picasso mit nummerierten Drucken oder Warhol mit autorisierten Sunday R. Morning-Drucken. Signierte, nummerierte Grafiken von Arnulf Rainer, Alfred Hrdlicka, Adolf Frohner, Anton Lehmden, Hans Staudacher, Daniel Spoerri und Franz Ringel oder ein Multiple von Hermann Nitsch sind in der Ausstellung vertreten. Weiters sind Grafiken und Unikate von hoher Qualität unter € 999,- zu haben.

Auch einige Skulpturen von Gernot Ehrsam und Gabriele Nepo-Stieldorf sind wohlfeil, wie auch viele, viele wertvolle Arbeiten von Künstlern, die leider noch immer im Verborgenen schlummern. Ich möchte mit der Ausstellung LEISTBARE KUNST daran erinnern, dass gute Kunst mit relativ geringem finanziellen Aufwand ein besseres Umfeld mit mehr Lebensqualität schaffen kann.

Vernissage

Ausstellung

GU 23.09.2015 – 15.11.2015 – Güni Noggler, „Devotionalitäten“

 

Die Ausstellung umfasst im Großformat die WEIHNACHTSKARTEN, welche innerhalb von 10 Jahren in wunderbarer Zusammenarbeit mit dem Fotografen Herwig Angerer entstanden sind. All diese Karten weisen entweder einen politischen Zeitbezug, und/oder eine religiöse Konnotation auf. Die TURINER TÜCHER, als geschlossene Serie, zeigen Körperabdrucke von jeweils sechs Frauen und Männern, die selbst alle bildnerisch tätig sind. Diese Personen bewusst selbst zum Objekt zu machen, war mit Teil des Gesamtprozesses. „GÜNIS RELIQUIEN“ (in Acryl eingegossene Haupthaare, Schamhaare, Finger- und Fußnägel, sowie Ohrenschmalz) – als erwerbbare Kleinodien – runden die Ausstellung ab. Die Nogglerische Preisstaffel wird Sie überraschen.Galerie Unterlechner, Güni Noggler, Turiner Tücher (1)

In mühsamer Kleinarbeit entstand überdies aus Nogglers Notitzheften die zur Gänze austapezierte Galeriebar, von nun an „GÜNIS SCHRIFTENKAMMER“. Selbstverständlich sind auch alle literarischen Werke Nogglers in der Galerie zu kaufen. Eine von Güni Noggler entwickelte „MITREDEHILFE“ bei Vernissagen, Galerie- und Museumsbesuchen kann Ihnen günstigst überlassen werden…………………..

Die One man show ist bis 15. November 2015 zu sehen – ÖFFNUNGSZEITEN: MI, DO, FR, SA von 17:00 bis 19:00 Uhr oder auch gern nach telefonischer Vereinbarung..             

 

Ausstellung

 

 PR-Regionalmagazin Schwaz, Okt (3) - KLeinPR-Regionalmagazin Schwaz, Okt (2) - Klein

 

GU 12.07.2015 – 16.09.2015 – Gernot Ehrsam, „Herzklang“- KlangSkulpturen

Immer wieder werden Wege in der zeitgenössischen bildenden Kunst gemeinsam mit neuentstehender Musik beschritten. Das Zusammenspiel von Ehrsams KlangSkulpturen aus Holz und Cortenstahl mit musikalischen Improvisationen des Künstlers an seinen Skulpturen, zusammen mit Christine Wagners Violine und Antonius Unterlechners Keyboard, wurde dies sehr eindrücklich unter Beweis gestellt. Diese spannungsgeladene Verbindung konnte man bei der Ausstellungseröffnung erleben (siehe Vernissage).Galerie Unterlechner, Gernot Egwald Ehrsam, HerzklangDie Ausstellung ist jeweils MI,DO,FR,SA von 17,00 bis 19.00 Uhr geöffnet – und zwar bis zur FINISSAGE mit einem KÜNSTLERGESPRÄCH am MITTWOCH, dem 16. SEPTEMBER um 20.00 Uhr !!

In der Ausstellung „HERZKLANG“ stehen abstrakte und figürliche Skulpturen aus Holz und Cortenstahl von GERNOT EGWALD EHRSAM aus Weißensse (Thüringen) im Mittelpunkt. Im besonderen die fünfteilige Werkgruppe „klangwesen-planeten“, welche durch ihre archaische Erscheinung berührt. Diese Arbeiten sind auch ein klangliches Erlebnis, denn sie können als Instrumente bespielt werden. Auch die weiteren archaischen Objekte lenken die Wahrnehmung des Betrachters auf Selbstwahrnehmung, Herzensgüte und feine Stimmungen. Schwingende Töne können zu hören sein, wenn während der Ausstellungsdauer musikalische Improvisationen stattfinden – eben „Herzklang“. Die Werkgruppen Drei Erdteile, Menschengruppe, Menschenpaar, vier schwarze Weiber, offene Kreuze I+II, weibliche Torsi und die dreiteilige Installation Schatten lassenen die Ursprünglichkeit, Spontanität und die fesselnde, archaische Formensprache des vor Ideen übersprühenden Holzbildhauers erkennen.

Radierungen von JOHANNES HAIDER, die bei seinen METALLGESCHREI – KONZERTEN entstanden sind, sowie eine PARTITUR von Christian FRIEDRICH SCHILLER bereichern den „Herz-KLANG“ in der Galerie Unterlechner.

Vernissage

Ausstellung

GU 23.02.2015 – 31.05.2015 – 23 Wege zum Gegenständlichen

Unzählige Wege wurden in der zeitgenössischen Kunst nach der abstrakten Malerei zu einer neuen Gegenständlichkeit beschritten. In Europa versuchten die „Neuen Realisten“ wie Marcel Duchamp, Daniel Spoerri, Arman, in Amerika Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg und viele andere in der „Pop Art“ die Abstraktion zu überwinden. Sie suchten eine neue Figuration, abseits von der überlieferten darstellenden Kunst. Sie erhoben Alltagsgegenstände zu Kunst.

Die gegenständliche Ausstellung will aber keine internationalen Wege zur figuralen Rückkehr zeigen, sondern einzelne, ganz individuelle Wege dorthin präsentieren. Im Vordergrund stehen heimische Künstler, viele aus Tirol, die ich in vorasngegangenen Ausstellungen vertreten durfte. Bei der Vernissage waren Andrea Holzinger, Wilhelm Lientscher,  Elisabeth Melkonyan, Gabriela Nepo-Stieldorf und Kersten Thieler-Küchle anwesend.Galerie Unterlechner, Thomas Riess, Kreuz II, 2005, Öl auf Leinwand, 100x110cm

Ziad al Abbo mit seinen abstrakten Arbeiten, die in vielen Details zum Figuralen neigen, hat mich durch seine Malerei eines „Engels“ und einer „Kreuzigung“ zu dieser Ausstellung angeregt. Auch Johannes Haider wandte sich von graphischer Abstraktion über deren konkreter Betitelung zu einer vegetabilen Gegenständlichkeit. Andi Holzknecht und Alois Mosbacher erinnern mit ihren Arbeiten noch an die Popart, John Kiki führt eine der Formensprachen Picassos fort, Günter Lierschof zeigt Anklänge an die neuen Deutschen Wilden. Zahlreiche Werke zeichnen sich durch eine neuartige Themenstellung aus, wie bei Günter Lierschof mit „Politics“, Konsumrausch oder Geschwindigkeit in seinen Reisebildern. Thomas Feuerstein gibt einen kulturgeschichtlichen Abriß der Menschheit in Atopia. Nora Schöpfer befaßt sich mit der „Geschwindigkeit der Zeit“ in ihren Fotoarbeiten. Neue Landschaftsinterpretationen erleben wir bei Maria Henn und Johannes Fessl. Auch Andrea Holzinger nähert sich über die Landschaft zu einer gänzlich neuen Werkgruppe, sie nimmt Comics, Kobolde und Geister in ihr Bildrepertoire. Das Thema Kreuzigung bleibt naturgemäß beim Gegenständlichen mit neuen Interpretationen von Wilhelm Lientscher, Thomas Riess, Adolf Frohner und Arnulf Rainer. Das weite Thema des menschlichen Körpers gebiert differenzierte, neue Gegenständlichkeit bei Arbeiten von August Stimpfl, Anton Christian, Thomas Riess, Nina Urlichs, Kersten Thieler-Küchle und Gabriela Nepo-Stildorf. Eine Hervorhebung der weiblichen Geschlechtlichkeit erleben wir in den Arbeiten von Elisabeth Melkonyan und Ursula Schmelzer. Die Fotoarbeiten  von Carla Degenhardt beschäftigen sich hingegen mit der Stellung der Frau in der Gesellschaft.

Vernissage