Tom Wesselmann

Woman with fruits, Siebdruck-Papier, sign. 53x71cm 

Wesselmann studierte von 1945-1951 am Hiram College, Hiram, Ohio und seit 1951 Psychologie an der Universität von Cincinnati.

In den Jahren des Koreakrieges leistete er seinen Militärdienst ab (1952 bis 1954) und begann mit dem Zeichnen von Cartoons. Nach dem Krieg begann er sein Kunststudium an der Kunstakademie in Cincinnati; 1956-59 studierte er an der Cooper Union School of Art and Architecture in New York. Seine erste Einzelausstellung hatte er in der Tanager Gallery in New York im Jahr 1961. Wesselmann begann im Stil des Expressionismus, von dem er sich aber bald abwandte.

Neben Roy Lichtenstein und Andy Warhol wurde Wesselmann zu den wichtigsten Vertretern der amerikanischen Pop-Art. Sein Leitmotiv waren weibliche Akte in sexueller Provokation. Berühmt sind seine großformatigen Great American Nudes, von denen die Große Nackte Nr. 98 im Kölner Museum Ludwig ausgestellt ist. Andere Arbeiten werden vom Museum of Modern Art in New York City verwahrt.

Ästhetische Anregungen bezog Wesselmann aus der typischen Werbung der 60er und 70er Jahre (Prospekte, Plakate, Darstellungen aus Film und Fernsehen). Sein Werk wirft die Frage auf, ob es satirische Kritik an der modernen Konsumwelt darstellt oder ob es dieselbe schlicht verherrlicht.

Seit 1983 erstellte Wesselmann auch Aktfiguren und Stillleben aus Metall, indem er seine Zeichnungen auf Metallplatten übertrug und mit einem Laserstrahl aus diesen herausschnitt. Neben diesen Collagen entwickelte er Robert Rauschenbergs Assemblagetechnik weiter.

1980 schrieb er unter dem Pseudonym „Slim Stealingworth“ das Buch Abstract Maquettes.

Im Dezember 2004 starb Wesselmann an den Folgen einer Herzoperation im Alter von 73 Jahren.

 

Angebote

Alfred Hrdlicka

Hrdlicka, Der Himmel auf Erden, 1997, Siebdruck, 49x64cmAlfred Hrdlicka (Aussprache: [ˈalfʀeːt ˈɦr̩ɟlɪt͡ʃka]) (* 27. Februar 1928 in Wien; † 5. Dezember 2009 ebenda) war ein österreichischer Bildhauer, Zeichner, Maler, Grafiker und Schriftsteller.

Hrdlicka reflektierte und arbeitete in seinen Werken politisch sehr bewusst. Zeitlebens rüttelte er mit seinen Ausdrucksmitteln an den Machtverhältnissen dieser Welt. Die Unterdrückung kleiner Leute, das künstlerische Nachzeichnen ihrer bedrückenden Lebensverhältnisse, Macht und Ohnmacht in der Geschichte und in der Jetztzeit waren Themen seiner künstlerischen Arbeiten. In seiner Arbeit folgte er nicht der in der Kunstwelt des 20. Jahrhunderts allgemeinen verbreiteten Tendenz zur abstrakten Kunst, sondern entwickelte beständig seinen eigenen figurativ-expressiven Stil weiter, der in seiner künstlerischen Grundhaltung zeitlebens einem Realismus verpflichtet blieb.

Hrdlicka dehnte seine Themenbereiche weiter aus. Krieg, Gewalt und Faschismus sind die dunklen Seiten menschlichen Handelns, gegen die er bewusst mit seinen Mitteln der Kunst politisch agitieren wollte. Der Künstler wurde zum überzeugten Marxisten, der er auch bei allen Widerständen, die ihm entgegengebracht wurden, blieb. Sein künstlerischer kategorischer Imperativ war es, „alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, geknechtetes, verlassenes, verächtliches Wesen ist“ (Karl Marx). Hrdlickas Grundanliegen war es, das Unmenschliche um der verlorengegangenen Menschlichkeit willen ungeschminkt darzustellen; nach Lafontaine lebte er „einen schonungslosen Humanismus, der auch Mord und Terror und sexuelle Brutalität mit expressiven Stilmitteln und bisweilen schockierender Deutlichkeit vor Augen führt.“ In seiner künstlerischen Stilistik hielt Hrdlicka an der Figürlichkeit fest. Er arbeitete in seinen Skulpturen, Gemälden und Grafiken figurativ-expressiv und verzichtete bewusst auf jegliche Art ungegenständlicher Bildsprache.

Die Devise seines Schaffens fasste er in dem Satz „Alle Macht in der Kunst geht vom Fleische aus“ zusammen. Eine Kunst, die nicht den Menschen und dessen Verstrickungen in den Mittelpunkt stellt, betrachtete er als bloß dekorativ und für ihn uninteressant.

Angebote

Johannes Haider – Angebot

Metallgeschrei, 2012, Edition Galerie Unterlechner, 2012, Radierung - Bütten, 41x62cm

METALLGESCHREI, 2012 

1.Konzert mit Philipp Moll 230112, Radierung auf Bütten, 41x62cm- Edition Galerie Unterlechner, 2012    Euro 320,-                                                                                                                               

 

Johannes Fessl – Angebot

Sonntag, 1995, Radierung, 17 Platten, Zerkall-Bütten, 100x76,5cm

SONNTAG, 1995

Radierung auf 17 Platten auf Zerkall-Büttenm 53/55, 100×76,5cm                                                                                                                                Euro  975,-