Archiv des Autors: Hansjörg Unterlechner
Andrea Holzinger – Ausstellung
Ölmalerei bis 2013
Galerie am Berg / Grafenast: 18.05.2013 bis 31.3. 2014
Nach einer sehr erfolgreichen Ausstellung „Bergbilder“ in der Galerie am Berg im Sommer 2002, sind wieder zahlreiche neue Bergbilder in der jetzigen Ausstellung zu sehen. Es sind neben Arbeiten aus der näheren Umgebung (Kellerjoch, Patscherkofel, Serles, Habicht…) diesesmal auch allgemeine Gletscherdarstellungen in sehr kühner Farbigkeit, sowie Szenen der Bergsteiger im Kampf mit den Elementen im Himalaya ausgestellt. Kleinformatige Arbeiten mit Alltagsszenen, manche vierteilig konzipiert, ergänzen die one-woman-show. Allen Arbeiten gemeinsam ist der unverkennbare „Holzinger-Übergang“ von Schärfe zu Unschärfe und die Frische und Leuchtkraft der „Holzinger-Farben“. Wiederum haben Berge, Himmel, Schnee und Wolken, also Landschaft, es Holzingers charakteristischem, schnellem Festhaltedrang angetan.
zur Künstlerin
JÜTZ- Konzert – 6. Mai 2013
Die Gruppierung Jütz gastierte in der Galerie Unterlechner das erste Mal in Schwaz. Sie ist ein akustisches Trio mit Fokus auf folkloristisches Liedgut aus den Alpen. Jütz thematisiert die Sehnsucht nach Heimat und Natur. Es bezieht sich auf verschiedene regionale Dialekte, je nach Auswahl des Repertoires. Das Konzertpublikum erfuhr einen respektvollen, freigeistigen Umgang mit bodenständigen Liedgut, welches, ohne zwanghaft zu wirken, in neue Klangwelten driften kann. Die Grenzen zwischen Mundart, Klassik und moderner Ästhetik sind in der zauberhaft leichten Musik stets fließend.
Philipp MOLL – Kontrabass, Stimme – Isa KURZ – Stimme, Akkordeon, Violine, Hackbrett – Daniel WOODTLI – Trompete, Flügelhorn, Stimme.
GU 23.04.2013 – 08.06.2013 – Wiener Grafik ab 1945
Ausgewählte Arbeiten von Josef Bramer, Johannes Fessl, Adolf Frohner, Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Xenia Hausner, Gottfried Helnwein, Alfred Hrdlicka, Friedensreich Hundertwasser, Wolfgang Hutter, Helmut Kies, Karl Korab, Oskar Kokoschka, Anton Krajnc, Anton Lehmden, Elisabeth Melkonyan, Arnulf Rainer, Birgit Sauer, Monika Steiner und Herwig Zens
GU 23.11.2012 – 16.02.2013 – Das kleine Format
Das kleine Format.
In Zusammenarbeit mit der Galerie Depelmann, Langenhagen (D)
Acryl, Aquarell, Asphalt, Fotocollage, Fotografie, Gouache, Kreide, Mischtechnik, Öl, Graphit, Aquatinta, Hochdruck, Holzschnitt, Lithografie, Radierung, Serigrafie, jeweils im gleichen Format, 20x20cm.
Dieses Format 20x20cm ist die Klammer der Ausstellung. Großartige Unikate und Grafiken in limitierter Auflage stammen von etablierten Künstlern aus dem deutschsprachigem Raum:
Udo Achterholt (D), Sabine Becker (D), Gabriele Bittner (D), Hein Bohlen (D), Marion Braun (D), Josef Ebnöther (CH), Gina Gass (D), Heinz Göbel (A), Johannes Haider (A), Andreas Kramer (D), Katharina Lichtenscheidt (D), Jürgen Marose (D), Thomas Ritter (D), Tamara Suhr (D), Barbara Szüts (A) und Elke Weickelt (D).
Die KünstlerInnen haben sich der Herausforderung des kleinen Formats gestellt und schon einige Jahre in dieser vorgegebenen Größe gearbeitet. So steht jede der Arbeiten für sich allein. Die erschwinglichen Preise heben aber die Lust, mehrere Arbeiten miteinander zu kombinieren, entweder von demselben, oder auch von verschiedenen Künstlern, oder aber auch in unterschiedlichen Techniken. Es entsteht ein völlig neuer und eigenständiger Kosmos, eine kunstvolle Harmonie, der es ganz gewiss nicht an Spannung mangelt.
Vernissage
Presse & News
GU 23.10.2012 – 17.11.2012 – Zwischenstation Sehnsucht, Kollektiv Wildwuchs
S E H N S U C H T S – P O S I T I O N E N
Im Rahmen des Kunst-Jahresprojektes „ZWISCHENSTATION SEHNSUCHT“ des Kunstkollektivs WILDWUCHS (Werner F. Richter & Kollektiv, Innsbruck).
SEHNSUCHT ist ein Raum der Möglichkeiten. Es geht hier dabei ums Ausloten, was Sehnsucht für den Menschen bedeutet. Sehnsucht kann aber darüber hinausgehen, wobei dann der Mensch quasi als Zwischenstation zu definieren und zu begreifen ist. Kann Sehnsucht überhaupt heilsam sein oder ist sie nur Flucht?
In der Galerie Unterlechner sind die Ergebnisse und Ereignisse des Symposiums „Zwischenstation Sehnsucht-Kunst als Heilungsprozess“ vom September 2012 am Hochpillberg in Grafenast aus- und vorgestellt. Die Arbeiten, Objekte, Installationen, sowie Diashows sind von folgenden Künstlern zu sehen:
Ursula Beiler, James Clay, Nicole Jausz, Doris Knapp, Myriam Kraml, Tom Medicus, Laurin Richter, Werner F. Richter, Gerlinde Richter-Lichtblau, Nora Schöpfer, Rosemarie Sternagl, Antonius Unterlechner und Peer Woldrich.
GU 23.06.2012 – 15.10.2012 – Maria Henn (D) Künstlerin in residence
Neue Ausstellung in der Galerie Unterlechner in Schwaz
Unter dem geheimnisvoll verrätselten titel anima / animal / anmalen / animismus zeigt sie werke von Maria Henn, malerin aus berlin, die auch als artist in residence in der galerie zu gast ist und dem besucher direkten einblick in ihre arbeitsweise gewährt.
wir sehen eine sehr intensive, energiegeladene zusammenstellung ihrer malerischen werke aus 15
jahren – quasi eine >best of<-schau, kuratiert vom galeristen dr.H.Unterlechner, der frau Henn bereits
1999 kennen- und schätzen lernte.
in den hellen ruhigen räumen der galerie erleben wir eine sehr faszinierende präsentation hoch aktueller zeitgenössischer kunst, für die man sich zeit nehmen muss. kommt man zudem noch ins gespräch mit frau Henn – deren typus und habitus auf angenehme weise mit ihrer malerei eine schlüssige einheit bildet – dann öffnet und erschließt sich der gewichtige titel schicht um schicht und erweist sich als wirklich treffend.
anima steht für die seele – und in der tat ermöglicht diese malerei tiefe einblicke ins wesensinnere und ist weder verkopft noch ideen-befrachtet, sondern spricht das emotionale zentrum direkt an und entspringt aus spontaneität, improvisation und expressivität. „das Wilde“ in der welt ist in diesen werken anwesend – ob subtil oder sehr deutlich im malerischen gestus und in den verwendeten materialien.
dazu passt animal – das tier : Der stier, der adler, der tiger – jedem widmet die künstlerin Maria Henn eine eigene werkgruppe. es sind mythische, hoch-symbolische kraft- und symbol-, bzw. totem-tiere, die in wahrlich kraftvollen bildern uns „anspringen“ oder „beflügeln“.
das anmalen finden wir im titel der ausstellung – anstelle von nur „malen“- , weil die künstlerin die Leinen-Wand, auf die sie die farben und collagierten materialien dick, pastos, reliefartig auch mit den fingern aufträgt, oft wie den schleier erlebt, der uns von der geistigen welt trennt und den wir – als Medium – sehnsuchts-voll wie einen paravent, raumteiler an-malen mit imaginationen der heimat.
all das fasst und fokussiert der animismus – der für die frühen archaischen vor-formen der religion und philosophie des menschen steht. seine gesamte belebte und unbelebte erlebniswelt nahm der frühe mensch als“ beseelt “ wahr, als von unsichtbaren geister-wesen erschaffen, getragen und bewohnt. und überall gab es damals schon den besonders „begabten“ menschen und „spezialisten“, der für die gemeinschaft die verbindung zu diesen unergründlichen Mächten und schützenden begleitern herstellte und nutzte.
im spannungs-raum und dialog mit den werken von Maria Henn legt sich der gedanke nahe, dass heute der künsler als der zeitgemäße stellvertreter jener Mittler gesehen werden kann, und die von uns so hoch geehrte Kunst als eine vom homo creator selbst geformte „moderne“ natur-religion erlebt werden kann.
solche assoziationen werden von der künstlerin ausdrücklich und mit einem lausbübischen lächeln begrüßt.
Wolf Vogler Berlin Juni 2012
GU 23.04.2012 – 15.06.2012 – Na(t)ive Kunst
Was haben Ibrahimoglu Samataga aus Azerbeijan und Marc Chagall gemeinsam ? Was verbindet Franz Ringel mit Ursula Schmelzer aus Berlin? Was eint den wilden Deutschen Felix Samuel Pfefferkorn mit dem kühlen Photorealismus einer Andrea Holzinger? Und warum werfe ich Gunter Damisch und Figueira Tschale von den Kapverden in einen Topf?
Als Klammer für diese scheinbaren Gegensätze dient die native, beziehungsweise die naive Kunst.
Native Malerei ist im Allgemeinen definiert als Kunstäußerung von Völkern, die noch eng mit der Natur verbunden sind. Man denkt in erster Linie an Afrika, indianische Kultur oder an Aborigines. Ich möchte diesen Begriff nicht allein auf diese Völker beschränken, sagt doch der englische Begriff „native“ weit mehr als „geboren sein in“, „stammen von“. „native“ steht für Ursprung, und das bezieht sich sich nicht allein auf ursprüngliche, naturverbundene Völker.
Ursprüngliches existiert auch in allen Ländern Europas, darüber hinaus auch im Ursprung des Lebens, im Rollenspiel der Geschlechter im sozialen, gesellschaftlichen Kontext. Dies schließt natürlich das traditionell Ursprüngliche der Naturvölker nicht aus.
Naive Malerei hingegen umschreibt größtenteils das Schaffen autodidakter Künstler. Der Begriff mischt sich daher in der traditionellen Volkskunst sogleich mit nativer Kunst. Mit dem Niedergang der europäischen Volkskunst im 19. Jahrhundert trat die naive Kunst die Nachfolge an. Mit Henry Rousseau wurde die naive Kunst eine feste Größe in der Kunstgeschichte. Auch in dieser Ausstellung vermischen sich die Begriffe „nativ“ und „naiv“.
Bei traditionell Nativ ist Figueira Tschale ein bedeutsamer Vertreter. Seine europäische Ausbildung zeigt in den wuchtigen Figuren Anklänge an Leger – die Kraft des Afrikanischen kommt ebenso voll zur Geltung. In seinen Themen Liebe, Tod, Entstehung des Lebens, Kinder, Frauenrechte knüpft er an Ursula Schmelzer, Samataga, Maria Henn, ja sogar an Rembrandt an. Die Figuren in Rembrandts berühmtem Anatomiebild wurden von Figueira direkt übernommen, sein Leichnam ist aber eine Frau auf dem Operationstisch, die von Machos angestarrt wird. Figueira kämpft gegen die Verwendung der Frau als Lustobjekt. Weitere Parallelen finden wir bei Gunter Damisch, sowohl in seinen kosmischen Welten mit Kleinstlebewesen, wie Amöben- der Suche nach dem Ursprung des Lebens, als auch in seiner „afrikanischen“ Radierung „Kopfstehertotem“. Samataga bezieht sich in seiner Arbeit „Afrikanischer Urknall“ auch auf diesen Ursprung, er symbolisiert Afrika mit zwei Terrakotten aus dem Haus der Völker. Auch die naive Arbeit „Dead man“ von Clemens Reichard mit einem roten Kanu im tiefen Blau des Wassers suggeriert Entstehen von Leben.
Traditionell native Kunst findet ihre Fortsetzung bei Zigarren rauchenden Kubanerinnen, in Alltagsszenen aus Karpathos, die eher zur naiven Malerei zu zählen sind, sowie Kunst aus Bali. An die heimischen Künstler fügen sich die streng en face dargestellten Frauen mit stechenden Blicken eines Zeppel-Sperls, der lange in Bali gelebt hat. Sie erinnern an die traditionelle, religiöse Malerei Balis.
Auch in Russland gibt es Beispiele nativer Malerei, zwei Farblithographien Marc Chagalls und einem über einem Dorf schwebenden Engel Samatagas. Europa ist bei beiden Künstlern natürlich nicht wegzudenken. Chagalls schwebende Figuren dominieren in seiner Arbeit „ Revolution“, die an Naives anknüpft. Das zweite Blatt zeigt Liebende. Die Frau dreht ihr Antlitz dem Beschauer zu, ein Ausdruck großer Emotion. Dies findet sich bei Samataga wieder in seinen Arbeiten Trauertriptychon und “Die Gesägten“, die mit dem für ihn wichtigen Thema der Unterdrückung wiederum an Figueira Tschale erinnern. (Gesägte sind in Azerbeijan politisch Verfolgte). Gleichsam als Schutz vor Unterdrückung malt Samataga immer wieder Themen wie die Geborgenheit in der Familie, Dorfleben oder Menschen mit Tieren.
Als ureuropäische native Kunst sind drei Beispiele für diese Ausstellung ausgewählt worden. Urtirolerisches tritt uns im Triptychon „Tiroler Mahl“ von Andrea Holzinger mit einer an Egger-Lienz erinnernden Ausformung der Figuren entgegen. Na(t)ives aus der zu Ende gehenden Donaumonarchie zeigen Miniaturen von Hans Crepaz: „Willkommen in Ischl“ mit einem vertrotteltem Kaiser und „Der österreichische Doppeladler“ mit spezifischen Reichsinsignien (Gamsbart, Apfel und Weinheber). Urdeutsches sollte auch nicht fehlen- die gestische Malerei eines Felix Samuels Pfefferkorn mit seiner Serie „Potatoland“rückt typisch Deutsch-Natives grell ins Licht- Kartoffeln und das Brandenburger Tor in den deutschen Landesfarben. Pfefferkorn war mit Kippenberger, Fetting , Salomone und Immendorf ein Mitstreiter der deutschen Wilden, den Kreis um die Galerie am Moritzplatz in Berlin.
Ein weiteres umfassendes Thema na(t)iver Kunst ist das oben erwähnte Rollenspiel der Geschlechter, hier am markantesten vertreten durch Ursula Schmelzer aus Berlin. Sie greift frei von Zwängen, frech, frivol und mit hintergründigem Humor in den „Kampf“ der Geschlechter ein. Sie fordert das traditionell unterdrückte Bekenntnis der Frauen zu ihrem Geschlecht. Sie scheut hierbei keine tabuisierten Darstellungsformen , bei welchen sich sogleich Paralellen zu Franz Ringels Psychogrammen auftun. Zum selben Thema der unterdrückten Frau reihen sich auch die Arbeiten „Burkas im Spiegel“ von Andreas Holzknecht, „Selbstportrait“ von Judith Zillich, mit einer Häkelarbeit über dem Portrait- und „Eisbecher“ von Maria Henn mit der Rolle der Frau als Dekoration, als Lustobjekt.
Last, but not least noch ein direktes Beispiel zur Ursprünglichkeit, zu na(t)iver Spontanmalerei: ein Großformat von Wolfgang Cappelari und Andreas Holzknecht, das gemeinsam auf Grund von gegenseitig „empfohlenen“ Themen schnell und spontan entstanden ist.
GU 23.01.2012 – 15.04.2012 – Strichansich(t) und Metallgeschrei
Metallgeschrei – Klang und Graphik im Dialog
Strichansich(t), die neue Ausstellung der Galerie Unterlechner wurde am 23. Jänner auf ganz besondere Weise eröffnet. Kulturlandesrätin Dr. Beate Palfrader, die sich bei der Eröffnung als Schwazerin outete, konnte zwei herausragende Künstler begrüssen und lobte das „Schwazer Kunsturgestein“ Hansjörg Unterlechner für seine Verdienste um die Kunstszene in Schwaz. „Besonders beeindruckt bin ich von dem Raum, der der modernen Kunst hier geboten wird.“, meinte Palfrader und bezog sich dabei auf die weitläufigen Räumlichkeiten in der Galerie Unterlechner. Gemeinsam mit dem zahlreich erschienenen Publikum verfolgte die Landesrätin den Dialog „Metallgeschrei“. Johannes Haider, Gründer der NN-Fabrik in Oslip bearbeitete coram publico Kupferplatten, aus denen später seine markanten Druckgraphiken entstehen. Begleitet und inspiriert wurde er dabei von dem renommierten Komponisten und Bassisten Philipp Moll, einem Künstler mit Schwazer Wurzeln.
„Die Idee einer Zusammenarbeit mit Johannes Haider kam sehr kurzfristig zustande und war demnach in der Realisierung von spontanen Elementen geprägt. In der kurzen Zeit, die wir hatten, um uns aufeinander einzustellen, kamen wir rasch auf eine gemeinsame Sprache, also auf die konkrete Umsetzung seiner rhythmischen Geräusche in Kombination mit meinen Recherchen im Bereich der Tieffrequenzen. Wichtig war aus meiner Perspektive, Johannes Haider einerseits in Sicherheit zu wiegen, daß er sich also auf mich aus künstlerischer Sicht verlassen konnte, um ihn aber schon im nächsten Moment wieder aus der Reserve zu locken. So entstand ein Spannungsbogen, der sich von Beginn bis zum Ende der Performance hindurchzog und uns und den Anwesenden eine spannende halbe Stunde bescherte.“, so Moll.
Auch für Johannes Haider war die Session mit Philipp Moll Neuland. „Bisher entstanden die Kupferplatten mit Orgel-, und Klaviermusik. Die wilden und tiefen Improvisationen, die elektronischen Elemente und die sonoren Bassfrequenzen ergeben eine ganz eigene Stimmung. Im Raum ebenso, wie zwischen mir und dem Musiker. Aus dieser Spannung lässt sich enormes kreatives Potential schöpfen.“, ist Johannes Haider überzeugt.
Ergebnis der Arbeit ist eine Radierung „Edition Unterlechner“, die in einer Auflage von 23 Stück erhältlich sein wird.
Die Ausstellung selbst widmet sich – wie der Name bereits offenbart – dem Strich. Was einfache Striche künstlerisch zu leisten im Stande sind zeigen neben den Arbeiten (Öl, Farbstiftzeichnungen und Radierungen) von Johannes Haider auch Werke von Sol Lewitt (USA), Adolf Frohner, Markus Prachensky und Arnulf Rainer (alle Österreich) oder Carlo Pizzichini (Italien).
GU 23.09.2011 – 15.01.2012 – Popart einst und jetzt
Ein Versuch, die klassische Pop Art Amerikas und die neuen Realisten Europas in zeitgenössischen Arbeiten von nahezu unbekannten Künstlern aus Mitteleuropa gegenüber zu stellen.
Die serielle Vermarktung eines Andy Warhols (Campbell‘s Soups, Marylin Monroe) findet sich wieder in den Serien von Kohle-Portraits „Leticias“ von Frank Kindermann oder bei den Acryl-Kopfvariationen von Peer Woldrich.
Roy Lichtenstein begegnet man in Comics von Andi Holzknecht („David Hasselhoff finds Pablos Palette“) und in den Siebdrucken auf Tüten von Thitz (Bagstreet, Mädchen mit Banane). Die Velvet Banane Andy Warhols im gesamten Œuvre von Thomas Baumgärtel (Bananendruckserie, Eurobanane, Bananenberg…).
Alltagsgegenstände von Robert Rauschenberg und James Rosenquist tauchen wieder auf bei Günter Beiers hyperrealistischen Luftballons (Sykerherzen), den plastischen Arbeiten von Pavel Schmidt (Gesprengter Gartenzwerg) und Andi Holzknechts Hammer („Do it yourself“). Aber auch bei Serigrafien von Peter Aeschbacher (Cafe, The Blues), die eine weitere gemeinsame Klammer zeigen, das geschriebene Wort.
Hier sind als klassische Beispiele Robert Indiana mit seinem Siebdruck „Picasso“ und Ben Vautier mit seinen Serigraphien (Ich bin farbenblind, Ich bin wie ich bin….) vertreten. Der Bogen spannt sich weiter zu Clemens Reichard mit seinen Arbeiten in Öl (Highway Patrolman, Dörshafnarhreppur, Urdenfürggli….), und zu Andi Holzknecht mit den Phosphor-Arbeiten, dem Fusionsdrink und seinem „Shadow“.
Eine Spielart der neuen Realisten zeigt Daniel Spoerris „ Eat Art“ mit seiner Serigraphie auf Stoff (Der Zigarrenstummel von Marcel Duchamps). Dazu Zeitgenössisches von Andrea Holzinger (Besteck, Eierschwammerl und Bonbons) und ein Lehrplakat „Pilze“ von Patrick Baumüller.
Exponate von Arman, Christo, Erro, Mimmo Rotella und Tom Wesselmann ergänzen die Ausstellung in der Galerie Unterlechner und runden diese ab.











































































































































































































































































































































































































































